Transzendentale Meditation und die Wirkung von ”Ahimsa” in den Yoga-Sutren

Transzendentale Meditation und die Wirkung von ”Ahiṁsā” in den Yoga-Sutren

Von Thomas Egenes, PhD. Übersetzung: Peter Kiefer
Quelle: www.TM.org/blog 6 June 2011

In den Yoga-Sutren wird als erstes der acht Glieder des Yoga Yama genannt. Yama hat fünf Aspekte, beginnend mit Ahiṁsā, was “Nicht-Verletzung” (non-injury) oder “Gewaltlosigkeit” bedeutet. Mahatma Gandhi hat Ahiṁsā populär gemacht, als er ganz Indien mobilisierte, sich der britischen Herrschaft durch gewaltfreie Mittel zu entledigen. Martin Luther King Jr., Führer der Bürgerrechtsbewegung in den USA, war einer von vielen, die von Gandhi und seiner Verwendung von Ahiṁsā beeinflusst wurden, sozialen Wandel ohne Gewalt zu herbeizuführen.

Die Yoga-Sutren beschreiben, was geschieht, wenn eine Person in “Nicht-Schädigung gegründet ist”: ”Wo Nicht-Schädigung etabliert ist, werden – in seiner Nähe – Feindseligkeiten (feindliche Tendenzen) aufgelöst.’ ‘(2,35).

In Sanskrit: Ahiṁsā-pratishthāyāṁ tat-sannidhau Vaira-tyāgạh. Die wörtliche Übersetzung lautet: ”Wo Nicht-Verletzung (Ahiṁsā) ansässig ist (pratishthāyāṁ), in der Nähe (sannidhau) jener (TAT), werden feindliche Tendenzen (Vaira) eliminiert (tyāgaḥ).”

Was sagen die Yoga-Sutren über den Sitz der Gewaltlosigkeit?

(Antwort:) Im Zustand des Yoga, der im zweiten Sutra der Yoga-Sutren als die vollständige Beruhigung der Tätigkeit des Geistes definiert wird.

Der zur Ruhe gekommene Geist, der im Yoga gefestigte Geist ist frei von Gewalt (Verletzung), und die Yoga-Sutren sagt, dass für eine solche Person die Umgebung frei von Feindseligkeit wird. St. Franziskus von Assisi zum Beispiel war berühmt dafür, Menschen und auch Tiere um sich herum durch die schiere Kraft seiner Liebe zu beruhigen. Ein Mensch, dessen Geist von Frieden erfüllt ist, strahlt einen Einfluss des Friedens aus und erzeugt so eine Realität, die friedvoll ist.

So wird Gewaltlosigkeit wirksam. Es ist ein Zustand des Geistes, der in Maharishi Mahesh Yogis Worten ”die Geburt eines Feindes nicht zulässt”. Wenn Feindseligkeit im Innern beseitigt wird, gibt es keinen Feind im Äußeren. Laut Maharishi ”ist ein Feind die lebendige Verkörperung unserer eigenen Schwäche.”

Meißner-Effekt

Das Prinzip der Nicht-Verletzung wird in der Quantenphysik als Meißner-Effekt beschrieben, der zeigt, dass ein kohärentes System um sich herum ein kohärentes Feld erzeugt. Nicht-kohärente Felder können ein kohärentes System nicht durchdringen.

Wenn es möglich ist zu verstehen, wie dieses Prinzip auf Individuen angewandt werden kann – was geschieht, wenn eine große Gruppe von Menschen im Zustand des Yoga gefestigt ist?

4.000 TM-Ausübende in Washington, D.C., 1993

Im Sommer 1993 kamen in Washington D.C. viertausend Menschen zusammen, um zu prüfen, wie sich die Technik der Transzendentalen Meditation, wenn sie für zwei Monate in einer großen Gruppe ausgeführt wird, auf die Kriminalitätsrate auswirkt.

Dr. John Hagelin, ein Quantenphysiker, sagte voraus, dass die Kriminalitätsrate um mindestens 20% abnehmen würde. Der Polizeichef sagte darauf in den Abendnachrichten, um dies zu erreichen, sei ein Schneesturm mitten im Sommer nötig.

Doch nach zwei Monaten zeigten öffentliche Aufzeichnungen, dass die Kriminalitätsrate um 23% gesunken war. Da das Paradigma über die Natur der Wirklichkeit der meisten Menschen auf der klassischen Mechanik basiert, scheint dieses experimentelle Ergebnis unwahrscheinlich. Doch von einer Quanten-Perspektive aus gesehen folgt die Washington-Studie den gleichen Grundsätzen wie der Meißner-Effekt und ist schon seit langer Zeit in den Yoga-Sutren beschrieben mit ”in der Nähe von Yoga werden feindliche Tendenzen beseitigt.”

Nun ein Schritt weiter: was wäre, wenn es überall in unserer Gesellschaft viele große Gruppen von Personen gäbe, die Transzendentale Meditation gemeinsam jeden Tag ausüben könnten, um die Erfahrung des Yoga zu verstärken. Stellen Sie sich die Möglichkeiten vor. Eine Gruppe von Schulkindern meditiert, und in der Nachbarschaft gibt es weniger Stress und Gewalt. Eine Gruppe älterer Menschen meditiert zusammen, und ihre Stadt beginnt fortschrittlicher und wohlhabender zu werden. Es ist eine Möglichkeit, die tief greifende Ergebnisse sowohl für den Einzelnen und für die Gesellschaft praktisch ohne Kosten liefern kann, mit großen ”Nebenwirkungen” für jeden der beteiligten Personen. Es ist eine Untersuchung wert, nicht wahr?

Originalblog: http://www.tm.org/blog/yoga/yoga-sutra-of-peace/

Quellen:

Dr. John Hagelin’s article in Shift magazine: ‘The Power of the Collective” 
 
Peaceful Body, Peaceful Mind, Peaceful World – Charles Alexander, Ph.D. 
Invincible Defense Technology—the use of meditation – Maj. Gen. (R) Kulwant Singh, Lt. Col. (R) Gunter Chassé and Dr. David Leffler 
Effects of Group Practice of the Transcendental Meditation Program on Preventing Violent Crime in Washington, DC: Results of the National Demonstration Project, June-July 1993, published in Social Indicators Research, 47(2): 153-201 

Thomas Egenes erhielt seinen B.A. von der University of Notre Dame und seinen MA und Ph.D. von der University of Virginia. Er ist Associate Professor für Sanskrit an der Maharishi University of Management in Fairfield, Iowa, USA.

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