Aktuelles “ROLLING STONE”-Interview mit Mike Love über Reunion der Beach Boys

Beach Boys – Reunion. Foto (EMI): Magazin “ROLLING STONE”

Ein Interview von Markus Schneider mit Mike Love

… Mike Love gilt  vielen als der Bösewicht in der Beach-Boys-Saga. Er sabotierte “Smile”, schrieb in den Neunzigern schlimme Schlager wie “Kokomo” und verklagte Brian Wilson mehrmals auf Tantiemen. Wie es trotzdem zum neuen Album “That’s Why God Made The Radio” kam und wie er die Geschichte sieht, erklärt der  Sänger und Meditationslehrer im Interview. ..

Wie denken Sie denn heute über “Smile”? Es heißt, Sie wären damals nicht sehr glücklich mit der Produktion gewesen.

Das stimmt so nicht. Ich fand die Musik großartig, aber manche der Texte, wie soll ich sagen, mochte ich nicht so sehr, weil sie so deutlich von Drogen wie LSD inspiriert waren. Das konnte ich nicht gutheißen. Trotzdem finde ich Songs wie “Wonderful” oder “Surf’s Up” bezaubernd und schön. Man hatte mich aber auch nicht gebeten, Texte zu schreiben. Es klingt vielleicht, als wäre das der eigentliche Grund für meine Ablehnung gewesen, aber ich fand die Drogentexte waren nicht die richtige Richtung für die Band.

Wie haben Sie denn den damals üblichen Versuchungen widerstanden? Haben Sie da schon meditiert?

Ja. Wir haben Maharishi im Dezember 1967 getroffen, als wir in Paris einen UNICEF-Auftritt hatten. Ein paar Tage danach hat er uns eingeladen, Transzendentale Meditation bei ihm zu lernen, und einige aus der Gruppe haben das auch getan. Carl und Al. Ich bin ein paar Monate später auch in den Ashram nach Indien. Die Beatles waren da, Donovan war da, und ich bin dabei geblieben. Al und ich sind mittlerweile selbst Lehrer. Das war unser Geheimnis: Obwohl um uns herum schreckliche Dinge geschahen und wir schwierige Zeiten erlebten, hatten wir durch dieses erweiterte Bewusstsein die Kraft und die Ausdauer, uns da rauszuhalten und nicht mitgerissen zu werden.

So schön so ein ausgeglichenes Wesen ist – will man denn als junger Mensch nicht auch ein bisschen ausrasten und Blödsinn treiben?

Ich bin wirklich überzeugt, dass ich ohne Meditation Alkoholiker, drogenabhängig, wenigstens ein Pothead wäre. Ein Teil meiner Persönlichkeit ist sehr zurückhaltend und schüchtern, aber zugleich verlangt unser Leben, dass wir auf Bühnen stehen, uns in dem ganzen Showbusiness bewegen und Interviews geben müssen. Es gibt sehr viele solcher extrovertierten Pflichten und Momente. Durch die innere Ausrichtung der Meditation konnte ich mich immer auf natürliche Weise entspannen und gelassen bleiben und war eben nicht auf Alkohol oder Drogen angewiesen. Es ist einfach die gesündere Methode.

Volltext: http://www.rollingstone.de/magazin/features/article312663/mike-love-erklaert-wie-es-zur-reunion-der-beach-boys-kam.html

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