“Auf einmal war ich nicht mehr wütend” – David Lynch

David Lynch. Foto: dpa
David Lynch. Foto: dpa

Im aktuellen Magazin der Süddeutschen Zeitung (22/2013) steht ein Interview mit David Lynch, das Michael Saur gemacht hat.

»Auf einmal war ich nicht mehr wütend«

“Seine Filme sind rätselhaft, er ist es auch: Der Regisseur David Lynch verlässt kaum noch sein Haus und meditiert zweimal täglich. Besuch bei einem Künstler, der seinen Frieden gefunden hat.” …

” … Sie sind ein großer Anhänger fernöstlicher Spiritualität. Welche Rolle spielten persönliche Begegnungen mit geistigen Führern wie dem Dalai Lama oder dem Maharishi Yogi für Ihre Arbeit und Ihr Leben?

Den Dalai Lama traf ich, als ich gerade an Twin Peaks arbeitete. So kam es zu Special Agent Dale Coopers Faible für Tibet. Maharishi Yogi hat eine Technik namens Tranzendentale Meditation (TM) entwickelt, die ich seit fast vierzig Jahren praktiziere. Seitdem meditiere ich zweimal täglich.

Was bewirkt diese Meditation bei Ihnen?

Fragen Sie meine erste Frau. Ich war plötzlich nicht mehr wütend, sondern ausgeglichener. Man verabschiedet sich von Stress, traumatischen Belastungen, Depressionen und Wut. Die Angst schwindet. Dinge, die einen früher aus dem Gleichgewicht gebracht haben, sind nicht mehr bedrohlich. Menschen, die man nicht leiden konnte, stören einen nicht mehr. Es ist, als ob man eine kugelsichere Weste hätte. Eine glücklichere Welt offenbart sich.

Wie kommt es dann, dass Ihre Filme eher von exzessiver Gewalt geprägt sind?

Gewalt ist nun mal Teil dieser Welt, aber deswegen heiße ich sie nicht gut. TM ist wie ein Schlüssel, der die Tür zu einem anderen Bewusstsein öffnet. Was nicht heißt, dass ich ein Asket wäre. Die materielle Welt kann betörend und spannend sein. Aber es gibt etwas anderes, viel Wichtigeres als nur die materielle Welt. Und wer das begreift, kann sie noch mehr genießen.

Sie fördern den Bau von sogenannten Friedenspalästen und konnten Kollegen wie Martin Scorsese, Jerry Seinfeld und Kate Perry zur Unterstützung gewinnen. Was erwarten Sie sich davon?

Um friedlich zusammenzuleben, braucht man Friedensgruppen, die anderen das Meditieren beibringen. Das können auch Angestellte sein, die dafür bezahlt werden, oder Freiwillige. Wenn nur ein Prozent der Bevölkerung meditieren würde, hätte das gewaltige Auswirkungen auf das kollektive Bewusstsein.

Sie glauben tatsächlich, dass der Weltfrieden durch Meditation erreicht werden kann?

Ich glaube: Das Feld des Friedens war schon immer da. Dieses Meer des Friedens kann jedem zugänglich gemacht werden, sodass auch der Einzelne mehr Frieden findet. …”

Lesen Sie den Volltext hier: http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/40015/Auf-einmal-war-ich-nicht-mehr-wuetend

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s